YES WE CAMP! Gegen Versammlungsverbote in Hamburg

Pressemitteilung zu YES WE CAMP. Morgen, Dienstag, 18:00 Uhr vor der Polizeiwache Bonn Innenstadt (GABI)

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„Yes we camp!“ Kundgebung gegen Schlaf- und Versammlungsverbote in Hamburg
– Bringt eure Zelte mit!

Am Dienstag, den 04.07.2017, um 18 Uhr wollen Bonner Aktivisten mit einer Kundgebung ihre Solidarität mit den G20-Gegnern in Hamburg zeigen. Mit Protestzelten werden wir unter dem Motto „Yes we camp! Gegen Schlaf- und Versammlungsverbote in Hamburg“ vor die Polizeiwache (GABI) in der Bonner Innenstadt (Nähe Bonner Loch) ziehen. Hintergrund sind die seit Wochen umkämpften Protestcamps, die im Rahmen der Gegenproteste gegen den G20 Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg errichtet werden sollen. Zuletzt wurden selbst Schlafzelte, Duschen und Kochgelegenheiten von der Polizei verboten.

Die Auseinandersetzungen gipfelten am Sonntagabend in der rechtswidrigen und gewaltsamen Räumung von elf Schlafzelten auf dem „Antikapitalistischen Camp“. Hierbei kam es zu mehreren Verletzten. Im Vorfeld hatte das Verwaltungsgericht der Klage des „Antikapitalistischen Camps“ gegen das Verbot des Protestcamps im Elbpark Entenwerder stattgegeben. Sie hatten das Camp somit erlaubt. Um 18:45 Uhr hatte die Polizei per Eilantrag eine neue Untersagungsverfügung eingereicht und griff dann – ohne das Urteil abzuwarten – ein, um den Aufbau und Ablauf im genehmigten Camp zu unterbinden. Gleichzeitig hat auch das andere
Protestcamp im Altonaer Volkspark mit den Behörden zu kämpfen. Am Sonntag, den 02.07. versammelten sich deshalb Aktivisten unter dem Motto „Camps für alle“ auf dem Rathausmarkt in Hamburg und bauten Zelte auf.

Der Aktivist Nils J. sagte dazu: „Es ist offensichtlich, dass hier mit allen Mitteln versucht wird, den legitimen Protest gegen die G20 zu kriminalisieren und einzuschüchtern. Da schreckt die Hamburger Polizei und der Innensenat auch nicht vor Gewalt zurück. In Hamburg werden unsere demokratischen Grundrechte massiv beschnitten. Das ist für mich aber kein Grund zu sagen, ‚da gehe ich nicht hin‘, sondern ‚da gehe ich erst Recht hin!‘ Wir sind solidarisch mit allen, die in Hamburg gegen die G20 auf die Straße gehen. Niemand lässt sich einschüchtern, wir kommen alle!“